Wie Getzner Stoffe Österreichs Promis begeistern

Als Künstler ist Josef Gerhard Pfleger seit vielen Jahren schon mit zahlreichen Ausstellungen in Österreich und auch im Ausland erfolgreich. Als Stoff- und Modedesigner wurde dies erst durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Getzner Textil möglich.

Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Nach einer langen Suche und der Vermittlung eines Freundes aus Bürs Klaus Engstler,  haben sich Josef Gerhard Pfleger und der Produktentwickler Meinrad Amann im Büro der Getzner Textil in Bludenz zu einem Gespräch getroffen. Bei dem Gespräch ging es um die Stofflieferung für eine erste Modekollektion mit damals noch bedruckten Baumwollstoffen. Im Verlauf des Gespräches zeigte der Künstler Herrn Amann eine Auswahl seiner Bilder und Meinrad Amann hat spontan eines dieser Bilder hergenommen und daraus einige Meter Getzner Jacquard weben lassen. Die Liebe zu dieser einzigartigen Art der Stoffwebung war in J.G. Pfleger geboren.

Der ersten Kollektion dieser Webungen (das Motiv stellt eine alte Steinmühle dar) folgte ein ganz besonderes Design, dem ebenfalls ein Bild zu Grunde liegt und zwar, die Zeichnung der Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule bzw. des Bundesgestüt Piber.  Die Verbundenheit mit den edlen Pferden ist alleine schon daher vorhanden, das der Künstler in unmittelbarer Umgebung der Lipizzanerheimat wohnt und auch dort sein Atelier hat.

Diese Pferde auf den exquisiten Getzner-Stoffen gibt es nun in unterschiedlichen Webungen (Größe der Pferde) und mehr als 10 Farben. Der Stoff ist eine der Grundlagen für das geschützte Lipizzanerdirndl, das weit über die Grenzen der Steiermark, ja sogar über die Grenzen Europas mittlerweile bekannt ist. Die Nachfrage nach diesem „Edition-Stoff“, wie er bei der Trachtenschneiderei Pachatz in Köflach genannt wird, ist anhaltend groß. In  einer Reihe von Modenschauen in vielen Teilen der Steiermark, wurden diese Kleidungsstücke bereits vorgeführt und fanden jedes Mal großen Anklang.

Zusätzlich wird mittlerweile die Spanische Hofreitschule mit Schals, die aus den Stoffen mit den Lipizzanerpferden gefertigt sind, beliefert. Diese Schals werden lt. Spanischer Hofreitschule, hauptsächlich nach Japan, China, Italien und vor allem nach Spanien gerne als Geschenk oder Mitbringsel mitgenommen. Somit wird der Jacquard von Textil Getzner offenbar nicht nur nach Afrika, sondern auch so sehr weit in der Welt verbreitet. Einige der Schals wurden von J.G. Pfleger selbst nach England, Deutschland, Amerika etc. mitgenommen bzw. per Post verschickt.

Einige prominente Persönlichkeiten zeigen anhand von Fotos, dass sie dem Stoff von Getzner Textil auch sehr viel abgewinnen können. So trägt Dkfm. Elisabeth Gürtler mit großer Freude eine Lederhandtasche mit Pferdestoffeinsatz und auch einen Schal des Künstlers. Auch Karl Habsburg ist Besitzer eines Schals von J.G.Pfleger mit Getzner Stoff. Das letzte durchgeführte Projekt war die Herstellung von Herrensakkos für die europäischen „Weinritter des Legats Patria Lipizzanae Styriae“. Dabei wurden Unikate der Sakkos bei einem Treffen mit Karl Habsburg vorgestellt bzw. in der Rumänischen Botschaft in Wien bei einer Veranstaltung mit dem rumänischen Botschafter getragen und erzeugten dabei sehr große Aufmerksamkeit.

Die nächsten Projekte sind bereits in Planung. So wird ein Bild von J.G. Pfleger, das heuer in der Akademie in Deutschland fertiggestellt wurde, zur Vorlage für eine neue weitere Stoffkollektion. Die Kollektion mit den Lipizzanern wird es wohl noch lange geben, da die Nachfrage dafür nach wie vor gegeben ist.

 

Text: J.G. Pfleger