1939 – 2019: 80 Jahre Betriebsfeuerwehr Getzner

Bei der 47. Jahreshauptversammlung der ältesten und größten bestehenden Vorarlberger Betriebsfeuerwehr am vergangenen Freitag stand das 80-jährige Jubiläum im Mittelpunkt.

Am Freitag, 26. April, lud die Betriebsfeuerwehr Getzner feierlich zur 47. Jahreshauptversammlung auf das Gelände des Bludenzer Textilspezialisten ein. Rund 100 Funktionäre und Kommandanten der Vorarlberger Feuerwehren, Vertreter von Hilfs- und Rettungsorganisationen, Repräsentanten der Politik, des Vorstandes, sowie der Geschäftsleitungen der Getzner Textil AG, der Getzner Werkstoffe GmbH und der Holding Getzner, Mutter & Cie. trafen sich im Headquarter des Familienunternehmens, um gemeinsam auf das 80-jährige Jubiläum der Betriebsfeuerwehr anzustoßen. „Als wichtige Säule unseres Unternehmens besitzt der Brandschutz einen äußerst hohen Stellenwert. Mein Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche im Brandfall immer in Rekordzeit vor Ort sind, für ihren Einsatz. Auch im Hinblick der bautechnischen Erweiterung des bereits bestehenden Rohwaren-Hochregallagers vertrauen wir auf den essenziellen Schutz durch unsere Betriebsfeuerwehr sowie auf die 1300 automatischen Brandmelder, welche betriebsweit im Einsatz sind“, so Roland Comploj, Vorstandsvorsitzender der Getzner Textil AG.

Mit Herzblut für den Brandschutz und einen sicheren Arbeitsplatz
In seiner Rede betonte Hauptbrandmeister Jürgen Kurz, Kommandant der Betriebsfeuerwehr Getzner, die beeindruckende Weiterentwicklung der Getzner Gruppe in den letzten Jahren und gleichsam auch das Wachstum der betriebseigenen Feuerwehr. Aktuell sind 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Unternehmen Getzner Textil und Getzner Werkstoffe mit Herzblut für die Unternehmen sowie den Brandschutz im Einsatz – Tendenz steigend. „Mit so einem Mannschaftsstand können wir sicherstellen, dass den gewachsenen Anforderungen eines so modernen Betriebes auch verlässlich Folge geleistet werden kann. Es dürfen sich aber auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über einen sicheren und brandschutztechnisch optimal aufbereiteten Arbeitsplatz freuen“, erklärte der Kommandant vor der Angelobung der neuen Mitglieder – zu denen auch vier frischgebackene Feuerwehrfrauen gehören – und führte weiter aus: „Wir freuen uns sehr, und da darf ich im Namen aller Kameradinnen und Kameraden sprechen, dass unsere Betriebsfeuerwehr ein so wichtiger Teil der Getzner Gruppe sein darf!“

Ein Stück Geschichte
Da die Getzner-Betriebe in den Anfängen des 20. Jahrhunderts bei größeren Brandereignissen immer auf das schnellstmögliche Eintreffen der umliegenden Ortsfeuerwehren angewiesen waren, kam bereits damals der Wunsch auf, eine eigene Betriebsfeuerwehr ins Leben zu rufen, resümierte Alexander Burtscher, Kommandant-Stellvertreter und Archivar, nach intensiven Nachforschungen. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs verordnete das Deutsche Reich dem Betrieb in der „Bleiche“ einen sogenannten „Werksluftschutz“, welcher damals aus 130 Männern und Frauen bestand. Der Umstand, dass zu diesem auch eine Feuerlöschgruppe zählte, führte Anfang 1939 schließlich zur Grundsteinlegung der Betriebsfeuerwehr Getzner, welche bereits in den ersten 15 Jahren nach der Gründung über 100 kleinen und größeren Bränden vorbildlich die Stirn bieten konnte. Um 1950 hatte jeder Getzner-Betrieb ein eigenes Feuerwehr-Gerätehaus mit den nötigen Lösch- und Einsatzmitteln eingerichtet, mindestens zwei Feuerwehrgruppen standen den Werken jeweils zur Verfügung. Die Gesamt-Organisation ging dabei stets von der Betriebsfeuerwehr am Standort „Bleiche“ (Anm.: Headquarter der Getzner Textil AG) aus, in dem sich bis heute das Kommando mit dem Betriebsfeuerwehrkommandanten befindet. Mit der Eingliederung der Betriebsfeuerwehren in den Vorarlberger Landesfeuerwehrverband hat die Betriebsfeuerwehr alle Pflichten der seit 1947 bestehenden Feuerwehrpolizeiordnung übernommen – auch die Uniformierung wurde damals angepasst.

Immer am Puls der Zeit
Seitdem wurden sowohl die Ausrüstung als auch Fahrzeuge und Gerätschaften laufend verbessert und dem jeweiligen Stand der Technik angepasst. Nicht umsonst gehörte die Betriebsfeuerwehr Getzner in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den ersten Wehren im Oberland, welche mit modernsten Atemschutzgeräten ausgestattet waren. „Wir befinden uns heute in der besonderen Lage, jederzeit auf die besten, am Markt verfügbaren Gas- und Strahlenmessgeräte zugreifen zu können. Aus diesem Grund wurde die Betriebsfeuerwehr, zusammen mit der Ortsfeuerwehr Bludenz im Laufe der Zeit zum Gefahrenstoff- und Strahlenschutz-Stützpunkt für das Vorarlberger Oberland und rückte auch etliche Male zu Gunsten der zivilen Bevölkerung aus“, informierte der Oberbrandmeister. Darüber hinaus stehen regelmäßige Übungen, Ausbildungskurse sowie die Teilnahme an Feuerwehrleistungsbewerben bis heute auf der Agenda der bewährten Florianijünger.

Blick in die Vergangenheit: Erich Greussing, damaliger Gruppenkommandant der Betriebsfeuerwehr Getzner, bei einer Übung als Maschinist mit dem alten Opel Blitz in den 1980er Jahren.

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Regelmäßige Übungen, Ausbildungskurse sowie die Teilnahme an Feuerwehrleistungsbewerben gehören zum Alltag der Betriebsfeuerwehr Getzner.

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Zusammen mit der Ortsfeuerwehr Bludenz rückte die Betriebsfeuerwehr Getzner viele Male zu Gunsten der Zivilbevölkerung aus.

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Sowohl die Ausrüstung als auch Fahrzeuge und Gerätschaften der Betriebsfeuerwehr Getzner werden laufend verbessert und dem jeweiligen Stand der Technik angepasst.

Bildquelle: Karl Huber

Die Presseaussendung zum Thema steht hier zum Download bereit.

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