"Lehrlinge profitieren in ihrem späteren Berufsleben"

Im Zuge der #klimacon2020 und der Klima-Startup-Show „2 Minuten für 2 Grad“ hat das Vorarlberger Familienunternehmen Getzner Textil vor Kurzem das Lehrlingsprojekt „Ultraschallmessung“ bei der Energieautonomie Vorarlberg eingereicht. Die angehenden Metalltechniker Sengül Güleser und Gian Marco Caflisch (beide 3. Lehrjahr) führten die nötigen Messungen mittels eines speziellen Ultraschallmessgerätes durch. So konnten die Jugendlichen die technischen Abläufe genauer kennenlernen und wesentliche Optimierungs- sowie Einsparungsmöglichkeiten errechnen.

Druckluft ist für den Traditionsbetrieb Getzner Textil ein signifikanter Energieträger – der Bedarf ist hoch. Mit einer installierten Kompressorleistung von rund 1.65 MW ist sie einer der großen Energieverbraucher im Unternehmen. Die komprimierte Luft wird beispielsweise bei Steuerungen, Regelventilen, Bremsen, aber auch bei pneumatisch betriebenen Werkzeugen im Bereich Veredelung benötigt. Zu den größten Verbrauchern zählen natürlich die in der Weberei angesiedelten, topmodernen Druckluftwebmaschinen, auf denen am Standort Bludenz täglich rund 30.000 Meter Gewebe für hochwertige Afrikadamaste, Modestoffe und auch Technische Textilien produziert werden.

Lehrlingsprojekt „Ultraschallmessung“
„Zu den wesentlichen Optimierungs- und Einsparungsmöglichkeiten im Bereich Druckluft zählt das konsequente Verringern von Leckagen im Netz. Um diese während des Betriebes bei laufenden Anlagen finden zu können, bieten sich verschiedene effiziente Methoden und moderne Technologien an – eine davon ist die Ultraschallmesstechnik“, informiert Markus Dietrich, Energiebeauftragter der Getzner Textil AG. In diesem Sinne wurde das Lehrlingsprojekt „Ultraschallmessung“ ins Leben gerufen, um mögliche Leckagen aufzuspüren und die gewonnenen Messwerte dokumentieren und bewerten zu können. Damit den angehenden Fachkräften die besten Voraussetzungen für das Projekt geboten werden konnten, wurde seitens der Getzner Textil AG ein spezielles Ultraschallmessgerät angeschafft. Die Auszubildenden absolvierten darüber hinaus eine professionelle Schulung durch den Messgerätehersteller, der ihnen die theoretischen Grundlagen dieser Messtechnik anhand spannender Beispiele und praktischer Übungen vermittelte.

Bewusstsein schärfen
Ziel des Projekts war es nicht nur, den Energiebedarf zu optimieren – viel mehr sollte das Bewusstsein der Jugendlichen für den wertvollen und kostenintensiven Energieträger Druckluft, mit all dessen Vor- und Nachteilen in den verschiedenen Anwendungsgebieten, geschärft werden. Hierzu erlangten die Lehrlinge umfangreiche Kenntnisse über die verwendeten Maschinen, Geräte, Komponenten und auch den Netzaufbau, um eigenständig Schwachstellen sowie Optimierungen ermitteln zu können. Des Weiteren erhielten die Auszubildenden Zugang zu einer hochmodernen und interessanten Messtechnik, welche in verschiedenen Bereichen der vorbeugenden Wartung und Fehlersuche eingesetzt werden kann und nicht alltäglich ist. „Von dem angeeigneten Wissen, beispielsweise in den Bereichen der Komponenten, der Fehlersuche, aber auch des Energiemanagements, profitieren unsere Lehrlinge auch in ihrem späteren Berufsleben“, so Perrine Getzner, Leitung Lehrlingswesen der Getzner Textil AG.

Gian Marco Caflisch, Metalltechnik-Lehrling im 3. Lehrjahr, bei der Druckluftmessung mittels Ultraschall.

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Bildquelle: GTAG

Die Presseaussendung zum Thema steht hier zum Download bereit.

Allgemeine Presseinformationen, Daten und Bildmaterial zur Getzner Textil AG finden Sie in unserem Pressebereich.

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