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David und Elisa stehen an einem Tisch und prüfen gemeinsam die neue Kollektion

Von der Idee zum Textil: Wie eine Kollektion entsteht

David und Elisa im Gespräch

Seit rund einem Jahr entwickeln Elisa Meyer und David Salzgeber gemeinsam die Shirting-Kollektionen von Getzner Textil. Während Elisa neue Perspektiven einbringt, greift David auf zehn Jahre Erfahrung im Unternehmen zurück. Gemeinsam übersetzen sie Trends in eigenständige Entwürfe mit klarer gestalterischer Linie. Im Interview geben sie Einblick in ihre Arbeit.

David Salzgeber und Elisa Meyer im Portrait

Wie entsteht eine neue Kollektion?

David: Es beginnt nicht einfach mit dem Designen, sondern mit einer klaren Grundlage. Wir schauen uns Trendprognosen an, analysieren den Markt und werten unsere Verkaufszahlen aus. So verstehen wir, was gut funktioniert hat – und wo wir anknüpfen können.

Elisa:  Trendprognosen orientieren sich an gesellschaftlichen Entwicklungen– also daran, was global passiert und wie sich das in Farben und Materialien widerspiegelt. Daraus entstehen Vorschläge, zum Beispiel wie man Farben kombinieren kann. Diese Impulse übersetzen wir in eine Farbwelt, die zu unserer Kollektion und zu unseren Kunden passt.
 

Woher nehmt ihr die Inspiration für eure Designs?

Elisa: Inspiration begleitet uns ständig – auf der Straße, im Geschäft oder sogar beim Serien schauen: Überall sieht man Farben, Formen und Muster, die man automatisch aufnimmt und in die eigene Arbeit einfließen lässt.

David: Genau, Inspiration kommt wirklich von überall. Wir sammeln diese Eindrücke bewusst oder unbewusst und bringen sie dann in unsere Arbeit ein. Man sieht zum Beispiel eine bestimmte Farbe und denkt sofort: Welche Garnfarbe wäre das bei uns? So entstehen nach und nach neue Ideen für die Kollektion.
 

David und Elisa stehen an einem Tisch und prüfen gemeinsam die neue Kollektion

Was sind die größten Herausforderungen?

David: Unsere Aufgabe ist es, Neues zu entwickeln, ohne den Bezug zu verlieren – also Bekanntes weiterzudenken, statt es zu wiederholen. Am Ende müssen die Designs zu Getzner Textil und zu unseren Kunden passen: nicht zu ausgefallen, aber trotzdem frisch, innovativ und inspirierend.

Elisa: Diese Balance zu finden, ist die Herausforderung. Wir bewegen uns zwischen modern und zeitlos, zwischen Trend und Beständigkeit. Gleichzeitig entwickeln wir viele Varianten, um eine große Bandbreite abzudecken, ohne uns zu wiederholen.

David: Dazu kommt der Zeitfaktor: Eine Kollektion geht nahtlos in die nächste über. Pro Kollektion entstehen rund 400 Idents – parallel zu individuellen Kundenprojekten. Langweilig wird es also nie.

Was ist das Schöne an eurem Job?

Elisa: Es ist ein ganz besonderer Moment, die eigene Idee als fertiges Gewebe in den Händen zu halten. Im Kollektionszimmer zu stehen und zu sehen, wie aus einer Idee ein echtes Produkt geworden ist, motiviert jedes Mal aufs Neue.

David: Unsere Designs begegnen uns später bei Kunden wie Hanro, Hugo Boss oder Oscar of Sweden – und auch im Alltag. Ich habe eine große Leidenschaft für Kunst, Ästhetik und schöne Dinge. Das Beste an meinem Job ist, dass ich jeden Tag genau das gestalten darf.

Zum Schluss: Lieber Sommer- oder Winterkollektion?

David: Farblich tendieren wir beide eher zu Herbst- und Winterkollektionen.

Elisa:  Genau. Der Winter macht mir beim Designen mehr Spaß, weil wir u.a. Dessins für Flanellhemden entwickeln, auf denen sich lässige Karos besonders gut umsetzen lassen.

Vielen Dank fürs Gespräch!